In einer friedlichen Kleinstadt nimmt das Gewohnte allmählich eine verstörende Wendung: unerklärliche Ereignisse, seltsame Verwandlungen – und eine Gesellschaft, die auf beunruhigende Weise ihr Gesicht verändert. Mit feiner Ironie und beklemmender Eindringlichkeit zeichnet Eugène Ionesco in seinem Stück „Die Nashörner“ ein Bild menschlicher Anpassungsbereitschaft und geistiger Verwandlung. Was auf den ersten Blick absurd anmutet, gewinnt schnell eine bestürzende Aktualität: Wie leicht verlieren wir unsere Überzeugungen, wenn der Druck der Masse wächst? Die Theater-AG der Oberstufe lädt herzlich ein zu einer Inszenierung, die gleichermaßen zum Nachdenken und Staunen anregt – über das Fremde, das plötzlich vertraut wird, und über das Menschliche, das allzu leicht verloren gehen kann. An drei Abenden präsentieren die Schülerinnen und Schüler „Die Nashörner“ jeweils um 19:30 Uhr in der Aula des Max-Ernst-Gymnasiums. Karten gibt es an der Abendkasse oder im VVK in den Pausen (Erwachsene 6 Euro, Schüler 4 Euro).
